Opern auf bayrisch
- Vom Fliagadn Holländer zum Lohengrin von Wolfratshausen.
von Paul Schallweg Rosenheimer, R. (1995) ISBN 3-475-53192-5 Gebundene Ausgabe
Der Stern von Betlehem - Die Weihnachtsgeschichte auf bayrisch
von Paul Schallweg, Helga Schulze (Illustrator) Rosenheimer Verlagshaus (1995) Gebundene Ausgabe
Der Wolpertinger
von Paul Schallweg Rosenheimer, R. (1994) Gebundene Ausgabe
Aufruhr im Dorf
von Paul Schallweg Rosenheimer Verlagshaus (1995) Gebundene Ausgabe
Die Meistersinger von Miesbach und andere bayrische Opern
von Paul Schallweg Rosenheimer, R. (1979) ISBN 3-475-52272-1 Gebundene Ausgabe
Vom Urbaaz bis zum Sündenfall. - Die Schöpfungsgeschichte auf bayrisch
von Paul Schallweg Rosenheimer, Rosenheim (1978) Gebundene Ausgabe
Vom Rigoletto zur Zauberflöte. Opern auf bayrisch
von Paul Schallweg Rosenheimer, R. (1989) Gebundene Ausgabe
Vom Bader von Ruahpolding zur Mimi von Schwabing
von Paul Schallweg Rosenheimer, R. (1992) Gebundene Ausgabe
Huif Himme. 33 Nothelfer für Leib und Seel
von Paul Schallweg Rosenheimer, Rosenheim (August 1987) Gebundene Ausgabe
Wia hammas denn? 33 Gedichte
von Paul Schallweg Rosenheimer, Rosenheim (1984) Gebundene Ausgabe
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"Kirch, Wirtshaus und Maibaam des is de Mittn von ara oidboarischen Gmoa"
A Gmoa, de Sinn für´s Oide hat, ganz wurscht, ob drauß, ob in da Stadt
und ´s Gestern gern mi´n Heut verbindt, de hat an Maibaum, wia i findt
Der unser steht glei vor der Kirch, is ziemlich hoch und gar net
schiach und fest verbundn mit´n Bodn, damit er ja net umfoin konn
Für was a so a Maibaum g´hört, is woi a Überlegung wert. So
mancher hat beim Aufstelln g´schwitzt, so fragt ma se, für was der nützt.
In d´ Kirch, da konn ma einegeh, zu was, des werd a jeds
versteh. Aa ´s Wirtshaus hat a Eingangstür, da geht ma nei und trinkt a
Bier.
In Maibaam aber, Leut, des sechsts, da könnts net neigeh, aa
wenns mechts. Wenn oana sagt, er glaubt net dro, der rennt se höchstens
´s Hirn recht o.
So kummt ma um de Frag net rum, zu was mas braucht, des lange
Trumm.
Zum Naufsteign, dass ma roschaugn ko, da muaß ma sagn: des
gangad scho, doch de G´fahr dabei is die, wenn oana rofoilt - isa hi,
denn is sei Lebn aa no so zaach, des Pflaster unt, des gibt net nach.
Und obndrei waars insofern bläd, wenn oana wirklich naufsteign
dät und runterfoilt und ´s Lebn aushaucht, weil Markus doch an jedn
braucht.
So bleibt de Frage weiterhin: Was hat de Stanga für an Sinn?
Drum meine Damen, meine Herrn, derf i mei Meinung kurz erklärn,
für was an so an Maibaam gibt: Wer Bayern ois sei Heimat liebt, und net
bloß des macht, was er braucht, und wenn ihn d ´Arwad no so schlaucht,
der findt aa no für anders Zeit, nur einfach deswegn, weilsn freut.
A Zeichn brauchts für d´Lebenslust! Des habn scho unsre Vorfahrn
g´wußt, dass d´ net bloß lebn soist unterm Zwang, ois ob de Welt scho
untergang.
A Zeichn, dass ma Bayern san, wo mir doch so vui Preißn ham,
und niamois "Brötchen" sagn statt "Brot" und niamois "Tschüß" anstatt "Pfüagod"!
Vom "Knödl" redn und net vom "Kloß", sonst is doch glei der Teife los,
und dass ma - liaber Gott hoit´s fern - nia preißisch unterwandert wer´n.
A Zeichn brauchts, wia stark ma san, und dass ma no a
Freundschaft ham, von Hoffnung lebn, so wia ses ghört, dass immer wieder
Frühling werd.
Mir san net vui in unsrer Gmoa und jeder hat an Haufa z´doa,
doch Gott sei Dank gibts aa no Leut, de nehma se für so was Zeit.
Wenn des net waar, waars traurig gnua. Und Bayern san ma no
dazua, de Wert aufs oide Brauchtum legn und alles, was dazuaghört, pflegn!
So möcht ich herzlich gratulieren und wünschn, dass ma nia
verlieren den Sinn für alles, was uns freut. So sag i Prost, ihr liabn
Leut.
Es lebe der Maibaumverein!
Neuaubing, den 14.01.1983
gewidmet dem Maibaum-Verein St.Markus München-Neuaubing vom
Heimatdichter Paul Schallweg

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