Maibaum-Verein
St.Markus München-Neuaubing e.V.

Maibaum-Verein St.Markus

München-Neuaubing e.V.

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Paul Schallweg († 08.05.1998)

 

Der Heimatdichter Paul Schallweg und der Verein

wenn oana auf seine Lorbeern ausruaht??

O Mensch, ruhst du auf Lorbeern aus,
verschlafst de Zeit ois wia a Ratz,
dann muaß ma'sagn, es geht drauf naus,
daß du sie tragst am falsch'n Platz

De Lorbeern tragt ma, des is klar,
- braucht weiter net begründ't wer'n
seit Abertausenden von Jahr
am Kopf - und net am Hintern.
 

Weisheit auf bairisch nach Mao Tse Tung
aus 
Wia hammas denn? 33 Gedichte

von Paul Schallweg


Foto: Hans Peter Taubenberger


Der Heimatdichter Paul Schallweg war eine der treibenden Kräfte, die sich damals für den Maibaum auf dem Gelände der Pfarrei St. Markus in München-Neuaubing einsetzten. Er unterstützte die Pfarrjugend durch eine größere Geldspende, wodurch der Anfang im Jahr 1975 erst möglich war.
Erst am 17.09.1982 trat er dann auch dem Verein bei und unterstützte das Projekt weiterhin mit Rat und Tat. Bei der Jahreshauptversammlung am 14.01.1983 stellte er ein Gedicht über den Maibaum von St. Markus vor, das er in seiner unnachahmlichen Art abgefasst hatte. Dieses Gedicht widmete er dem Maibaum-Verein.
zum Gedicht

 

Die Bücher von Paul Schallweg

Wir möchten alle Besucher dieser Seite darauf hinweisen, dass der Verein keine Möglichkeit hat, Bücher, Termine von Aufführungen der Opern auf Bayrisch oder gar Theaterkarten zu besorgen. Bitte versuchen Sie ggf. selbst im Internet zu recherchieren.

 

Opern auf bayrisch - Vom Fliagadn Holländer zum Lohengrin von Wolfratshausen.

von Paul Schallweg
Rosenheimer, R. (1995) ISBN 3-475-53192-5

Gebundene Ausgabe

Mozart, Verdi und Wagner einmal anders! Paul Schallweg hat den Inhalt bekannter und beliebter Opern in originelle Mundartverse gegossen und präsentiert uns in diesem Band unter anderem Aida, den Troubadour, Carmen, Turandot, die Meistersinger und die Zauberflöte. Eine höchst vergnügliche Lektüre, die vor oder nach, anstatt oder während eines Opernabends gleichermaßen empfehlenswert ist!




Der Stern von Betlehem - Die Weihnachtsgeschichte auf bayrisch

von Paul Schallweg, Helga Schulze (Illustrator)
Rosenheimer Verlagshaus (1995)
Gebundene Ausgabe

Der Wolpertinger

von Paul Schallweg
Rosenheimer, R. (1994)
Gebundene Ausgabe

Aufruhr im Dorf

von Paul Schallweg
Rosenheimer Verlagshaus (1995)
Gebundene Ausgabe

Die Meistersinger von Miesbach und andere bayrische Opern
von Paul Schallweg
Rosenheimer, R. (1979) ISBN 3-475-52272-1
Gebundene Ausgabe

Vom Urbaaz bis zum Sündenfall. - Die Schöpfungsgeschichte auf bayrisch

von Paul Schallweg
Rosenheimer, Rosenheim (1978)
Gebundene Ausgabe

Vom Rigoletto zur Zauberflöte. Opern auf bayrisch

von Paul Schallweg
Rosenheimer, R. (1989)
Gebundene Ausgabe

Vom Bader von Ruahpolding zur Mimi von Schwabing

von Paul Schallweg
Rosenheimer, R. (1992)
Gebundene Ausgabe

Huif Himme. 33 Nothelfer für Leib und Seel

von Paul Schallweg
Rosenheimer, Rosenheim (August 1987)
Gebundene Ausgabe

Wia hammas denn? 33 Gedichte

von Paul Schallweg
Rosenheimer, Rosenheim (1984)
Gebundene Ausgabe

 

Gedicht

"Kirch, Wirtshaus und Maibaam
des is de Mittn von ara oidboarischen Gmoa"

 

 

A Gmoa, de Sinn für´s Oide hat, ganz wurscht, ob drauß, ob in da Stadt
und ´s Gestern gern mi´n Heut verbindt, de hat an Maibaum, wia i findt
 

Der unser steht glei vor der Kirch, is ziemlich hoch und gar net schiach
und fest verbundn mit´n Bodn, damit er ja net umfoin konn
 

Für was a so a Maibaum g´hört, is woi a Überlegung wert.
So mancher hat beim Aufstelln g´schwitzt, so fragt ma se, für was der nützt.
 

In d´ Kirch, da konn ma einegeh, zu was, des werd a jeds versteh.
Aa ´s Wirtshaus hat a Eingangstür, da geht ma nei und trinkt a Bier.
 

In Maibaam aber, Leut, des sechsts, da könnts net neigeh, aa wenns mechts.
Wenn oana sagt, er glaubt net dro, der rennt se höchstens ´s Hirn recht o.
 

So kummt ma um de Frag net rum, zu was mas braucht, des lange Trumm.
 

Zum Naufsteign, dass ma roschaugn ko, da muaß ma sagn: des gangad scho,
doch de G´fahr dabei is die, wenn oana rofoilt - isa hi,
denn is sei Lebn aa no so zaach, des Pflaster unt, des gibt net nach.
 

Und obndrei waars insofern bläd, wenn oana wirklich naufsteign dät
und runterfoilt und ´s Lebn aushaucht, weil Markus doch an jedn braucht.
 

So bleibt de Frage weiterhin: Was hat de Stanga für an Sinn?
 

Drum meine Damen, meine Herrn, derf i mei Meinung kurz erklärn,
für was an so an Maibaam gibt: Wer Bayern ois sei Heimat liebt,
und net bloß des macht, was er braucht, und wenn ihn d ´Arwad no so schlaucht,
der findt aa no für anders Zeit, nur einfach deswegn, weilsn freut.
 

A Zeichn brauchts für d´Lebenslust! Des habn scho unsre Vorfahrn g´wußt,
dass d´ net bloß lebn soist unterm Zwang, ois ob de Welt scho untergang.
 

A Zeichn, dass ma Bayern san, wo mir doch so vui Preißn ham,
und niamois "Brötchen" sagn statt "Brot" und niamois "Tschüß" anstatt "Pfüagod"!
Vom "Knödl" redn und net vom "Kloß", sonst is doch glei der Teife los,
und dass ma - liaber Gott hoit´s fern - nia preißisch unterwandert wer´n.
 

A Zeichn brauchts, wia stark ma san, und dass ma no a Freundschaft ham,
von Hoffnung lebn, so wia ses ghört, dass immer wieder Frühling werd.
 

Mir san net vui in unsrer Gmoa und jeder hat an Haufa z´doa,
doch Gott sei Dank gibts aa no Leut, de nehma se für so was Zeit.
 

Wenn des net waar, waars traurig gnua. Und Bayern san ma no dazua,
de Wert aufs oide Brauchtum legn und alles, was dazuaghört, pflegn!
 

So möcht ich herzlich gratulieren und wünschn, dass ma nia verlieren
den Sinn für alles, was uns freut. So sag i Prost, ihr liabn Leut.
 

Es lebe der Maibaumverein!
 

                                                                                                        Neuaubing, den 14.01.1983
 

gewidmet dem Maibaum-Verein St.Markus München-Neuaubing
vom Heimatdichter Paul Schallweg

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